Katzenberufe

Sie wußten nicht, daß Ihr Stubentiger nicht nur faul herumliegt, sondern einer beruflichen Tätigkeit nachgeht? Hier eine Liste der beliebtesten Katzenberufe:

Textiltesterin :
Ein beliebter und weit verbreiteter Beruf unter Katzen. Punktgenau wird bei ausgewählten Textilien (gerne der Lieblingspullover oder die gute schwarze Hose für besondere Anlässe) die Reißfestigkeit getestet. Eine eigene Testsparte ist die Entfernbarkeit von farblich kontrastierenden Haaren.
Die Krallenzugfestigkeit wird vornehmlich bei edlen und teuren Stoffen getestet.
Spezialisierte Fachrichtungen sind Feinstrumpf-Laufmaschen–Techniker, Kuscheldeckenterminator und T-Shirt-Killer.
Die meisten Textilien bestehen den Katzen-Qualitätstest nicht. Das beweist, dass die Textilindustrie nicht katzengerecht arbeitet und erklärt, warum so wenige Katzen bei der Stiftung Warentest arbeiten.

Testesser:
Ebenfalls ein beliebter Katzenberuf. Die Ausbildung beginnt meist schon im Babyalter. Die Techniken werden ständig verfeinert. Dieser Beruf ist für viele Katzen lebenslange Berufung. Wie in der gehobenen Gastronomie üblich, gibt es Spezialisten für fast jedes Lebensmittel und Zubereitungsart.
Buttermusterer, Soßentopfausleerer, und Fleischangler sind nur einige der zahlreichen Varianten. Manche der in der Küche beschäftigten Katzen prüfen ausschließlich, ob die Kartoffeln gar und die Nudeln „al dente“ sind. Die Könige der Vorkoster sind die Patissiers: Kuchen, Torte und Sahne müssen natürlich immer geprüft werden, bevor sie serviert werden. Sollte dies einmal versäumt worden sein, kann man es notfalls auch noch am Tisch nachholen.

Physiklehrer:
Viele Katzen arbeiten hart daran, ihren Menschen die Grundlagen der Physik nahezubringen. Da wäre zum Beispiel das Gesetz der Trägheit von Körpern. Das bedeutet, dass der Katzenkörper immer gerade da liegt, wo man über ihn stolpert. Ebenso demonstrieren Katzen gerne das Gesetz der Schwerkraft, indem sie beweisen, dass Dinge, besonders wenn sie aus Glas oder Porzellan sind, immer nach unten fallen, wenn sie von einer Katzenpfote angestoßen werden.

Zauberkünstler oder Gedankenleser
Wer einmal seine Katze gesucht hat, weil er mit ihr zum Tierarzt fahren wollte, weiß, dass dieser Beruf unter Katzen weit verbreitet ist. Fast jede Katze hat großes Talent hierfür. Da die Tricks aber, wie unter Magiern üblich nicht verraten werden, bleibt es ein Katzengeheimnis, wie man sekundenschnell an einem Ort verschwindet und erst dann an einem anderen wieder auftaucht, wenn der Tierarzt geschlossen hat.

Physiotherapeut:
Katzen sind bewandert in den verschiedensten Massagetechniken. Die Therapie beginnt oft mit einem gründlichen Zungenpeeling, gerne auch an den Fußsohlen. Viele Katzen spezialisieren sich: Dekolletekneter, Bauchtrampler oder Oberschenkelakupunkteur sind beliebte Fachrichtungen. Viel angewandt wird auch die „Kalter- Stein-Technik“; die Katze liegt unverrückbar wie ein Fels auf Bauch oder Rücken des Menschen; gerne auch nachts über Stunden.

Piercer:
Man könnte meinen, dass dieser Beruf wie bei den Menschen erst in den neunziger Jahren aufgekommen ist. Katzen üben ihn jedoch schon seit tausenden von Jahren aus. Besonders beliebt ist das überraschende Rücken- oder Beinpiercing, das gerne mit dekorativen langen Kratzern in hippen Rottönen kombiniert wird. Das Liebesbiss-Nasenpiercing wird meist nur dezent eingesetzt. Das „Du hast mich geärgert“- Armpiercing vereint dagegen großflächige Zahn- und Krallentechniken zu einem Gesamtkunstwerk, das meist auch die Behandlung durch einen Arzt lange übersteht.

Bademeister:
Einer muss ja die Aufsicht führen, wenn der Mensch sein Fell unbedingt nass machen muss. Tapfer opfern sich viele Katzen und passen vom Wannenrand aus auf. Die Wassertemperatur wird mit der langen Pfote überprüft. Was kann die Katze dafür, wenn der Wannenrand so rutschig ist und die paar Kratzer sind in ein paar Wochen verheilt.

Papieringenieur:
Dieser Beruf eignet sich besonders für kreative Katzen. Materialien finden sich überall. Zeitungen, Lieblingszeitschriften, Steuererklärungen und Kontoauszüge. Mit viel Geschick verwandelt der Papieringenieur derlei profane Dinge durch Loch- und Reißtechniken in kleine Kunstwerke.

Gärtner:
Ab ins Beet. Für Freigängerkatzen der ideale Beruf. Die Aufgaben sind vielfältig: Es muss durch Aufbuddeln überprüft werden, ob die frisch gesetzten Pflanzen auch angewachsen sind. Die Frösche im Teich müssen gezählt werden und auch die Beete müssen regelmäßig gedüngt werden.

Und hier eine Liste der 5 unbeliebtesten Katzenberufe:

Fotomodell:
Kamera im Anschlag-
Stubentiger weg.

Babysitter:
Auf das schreiende Ding aufpassen- nicht mal für Leberwurst.

Ausstellungsstück:
Will man die Edelkatze den Freundinnen präsentieren, kommt sie garantiert mit einer Riesenspinne an oder übergibt sich mitten unter dem Kaffeetisch.

Schmusekissen:
Nur, wenn die Katze es will.

Geduldiger Patient:
„Such dir doch jemand anderen zum Betüddeln“
Allerdings sind sie hervorragend im Tablettenweitspucken.