Herbstzeit ist Schnupfenzeit   Eins, zwei, drei. vier.... viele   Alle Jahre wieder

Herbstzeit ist Schnupfenzeit

Unseren tierischen Hausgenossen geht es da nicht anders als uns: Mit dem schlechten Wetter kommt der Schnupfen. Katzen stecken sich dabei sehr leicht bei ihrem schniefenden Dosenöffner an. Wohlgemerkt ist hier nicht die Rede vom echten Katzenschnupfen, der immer in die Hände eines Tierarztes gehört und gegen den jede Katze geimpft sein sollte. Mit einem „ normalen“ Schnupfen sollte die Katze auch immer zunächst in tierärztliche Behandlung. Man kann die Behandlung aber auch zu Hause unterstützen. Katzen können nicht ausschnauben und leiden daher sehr unter einer verstopften Nase. Im Praxisversuch hat sich das Verdampfen von echten ätherischen Ölen als hilfreich erwiesen. Dazu nimmt man je nach Raumgröße ca. 2-3 Tropfen Thymianöl und Eukalyptusöl sowie eine knapp linsengroße Portion des festen Lorbeeröls. Auf keinen Fall überdosieren. Die Öle bitte in der Apotheke besorgen, da nur dort die Reinheit absolut gewährleistet ist. Die Öle werden in Wasser gegeben und dann verdampft. Dazu nimmt man am Besten das Unterteil eines elektrischen Gesichtsdampfbades, da die Tiere sich um den Verdampfer legen und Verdunster mit Teekerzen deshalb gefährlich sein können. Dauer ca. 20 Minuten.

Niemals die Katzen zwingen, den Dampf einzuatmen !
Die Tiere kommen nach unserer Erfahrung von ganz allein und genießen. Eukalyptus macht die Nase frei, Thymian- und Lorbeeröl wirken desinfizierend gegen Viren und Bakterien. Das Verdampfen hilft übrigens auch dem Menschen. Bei Katzen befreit es die Nase, so das die Tiere wieder besser fressen und sie sich allgemein wohler fühlen

       

 

Eins, zwei , drei, vier.... viele

Niedlich und reizend sind sie, die kleinen Katzenwelpen. Doch welche Zukunft erwartet sie, wenn ihre Geburt dem Zufall überlassen wird.

Oft führt die unkontrollierte Vermehrung unserer Samtpfoten später zu großem Tierleid. Ein Blick auf die elenden verhuschten Gestalten auf vielen Bauernhöfen und in die überfüllten Tierheime sagt mehr als tausend Worte.

Sinnvolle Tierschutzarbeit beginnt deshalb bei der Kastration der Katze.

Nur dadurch kann verhindert werden, daß durch Unachtsamkeit, Sorglosigkeit und Verantwortungslosigkeit Katzenbabys zur Welt kommen, die hinterher keiner will.

Unglaublich aber wahr:

Aus einem Katzenpärchen werden bei einer durchschnittlichen Vermehrungsrate in 10 Jahren 80 Millionen Katzen.

Wehret den Anfängen

Eine junge Katze kann bereits mit einem halben Jahr rollig werden und dann mit unerwartetem Nachwuchs überraschen.

Der verantwortungsvolle Katzenhalter sollte seine Katze deshalb rechtzeitig kastrieren lassen.

Keine Lösung ist es, das Tier in der Wohnung einzusperren. Abgesehen davon, daß rollige Katzen Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um zu entwischen, ist eine rollige Katze in der Wohnung eine echte Nervenprobe. Auch Unsauberkeit kann die Folge sein.

Die Katze kann auch gesundheitlichen Schaden nehmen, denn die Katze würde in immer kürzeren Abständen rollig werden und überhaupt nicht mehr zur Ruhe kommen.

Die Pille kann zeitweilig helfen, ist aber keine dauerhaft anwendbare Lösung. Abgesehen davon, daß die meisten Katzen nicht freiwillig Tabletten nehmen, kann auch die Gefahr einer Gebärmuttervereiterung bestehen.

Keine Last mit der Lust

Jeder Katzenhalter sollte sein Tier kastrieren lassen, um die vorgenannten Probleme gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Die Tiere werden schmusiger, häuslicher und sind nicht mehr dem Streß der Rolligkeit oder Läufigkeit ausgesetzt. Auch die Gefahr einer Infektion mit tödlichen Krankheiten durch den Sexualkontakt fällt weg.

Gerade auch Kater sollten unbedingt kastriert werden. Schließlich gehören zum Nachwuchs produzieren immer zwei. Katerhalter, die nach dem Prinzip „mein Tier bringt ja keine Jungen „ ihren Tiger unkastriert herumlaufen lassen, handeln unverantwortlich. Sie sollten sich klarmachen, daß großes Katzenelend verursacht wird, und die Tiere durch Beißereien hochgradig gefährdet sind, sich mit tödlichen Krankheiten anzustecken.

Einen unkastrierten Kater im Haus zu halten ist fast unmöglich, denn das geruchsintensive Markieren verwandelt jede Wohnung in einen Pumakäfig.

Die Kastration hat also nur Vorteile.

Das Wichtigste ist aber, der Zahl der Streuner und schlecht gehaltenen Hofkatzen Herr zu werden. Der oft gehörte Satz „ das regelt die Natur“ ist besonders grausam, denn das bedeutet nichts anderes, daß die kleinen Wesen nicht einmal die Chance zum Leben bekommen, sondern nach ein paar Wochen voller Angst und Hunger jämmerlich an Schnupfen, Husten, oder einer Seuche sterben, weil der kleine Körper zu schwach für den Kampf ums Überleben ist.

Helfen Sie mit, dieses Elend zu verringern.

Lassen Sie auf jeden Fall Ihr Haustier kastrieren.

Sinnvoll ist dies auch bei Hunden und Kleintieren wie Kaninchen und Meerschweinchen

Übrigens: Der Eingriff heißt auch bei der Katze Kastration. Bei einer Sterilisation würden nur die Eileiter unterbrochen, die Katze würde weiterhin rollig.

       

 

Alle Jahre wieder...

..kommt nicht nur der Weihnachtsmann oder das Christkind, sondern auch das Elend der Weihnachtstiere.

Niedliche kleine Hunde, Katzen oder Kleintiere werden unbedacht gekauft, weil der zu Beschenkende ja so einsam ist, oder weil einem gerade kein anderes Geschenk einfällt.

Dabei bedenken Menschen, die Tiere verschenken leider nicht, daß die Haltung eines Tieres eine Menge Verantwortung, Arbeit und nicht zuletzt Kosten mit sich bringt.

Das gut gemeinte Geschenk kann dann für den Beschenkten zu einer Last werden und die Folge ist, daß das Geschenk nach Weihnachten „entsorgt“ wird.

Vom Tannenbaum ins Heim

Das ist der Weg, den viele Tausend „tierische" Weihnachtsgeschenke jedes Jahr wenige Wochen nach Weihnachten, spätestens aber vor dem nächsten Urlaub gehen.

Die Glücklicheren werden im Tierheim abgegeben, wo sie die Chance haben, ein neues , besseres Zuhause zu finden, die weniger Glücklichen landen einfach auf der Straße.

Regelmäßig jedoch platzen die Tierheime nach Weihnachten aus allen Nähten.

Umtausch ausgeschlossen

Die kleine Schmusekatze kratzt an den Möbeln, der Hund muß mehrmals täglich spazieren gehen, , es gibt viele Gründe, warum der neue Hausgenosse schnell lästig wird.

Gerade Kinder haben oftmals nach kurzer Zeit mehr Interesse daran, mit dem Computer oder Freunden zu spielen, als das Katzenklo zu säubern oder mit dem Hund bei strömendem Regen vor die Tür zu gehen.

Ein Tier kann , anders als ein Pullover oder der DVD-Player nicht bei Nichtgefallen zum Händler zurückgebracht und umgetauscht werden.

Es handelt sich nicht um eine Ware, sondern um ein Lebewesen mit Gefühlen, das darunter leidet, sein gerade erst gewonnenes Zuhause zu verlieren.

Tierhaltung bedeutet:

° Verantwortung für die nächsten Jahre. Hunde werden um die 10 Jahre, Katzen bis zu 20 Jahre alt.

° Tiere lassen sich nicht wie ein Spielzeug in die Ecke stellen. Sie verlangen Beschäftigung und machen Arbeit.

° Futter, Zubehör und Tierarzt können ins Geld gehen.

° Ein Tier hängt für sein ganzes Leben an seinem Menschen. Der Mensch muß dem Tier im Gegenzug auch Platz in seinem Leben einräumen.

° Kleine Kinder sind mit der alleinigen Verantwortung für ein Tier überfordert. Sie sollten  mithelfen, aber die meiste Arbeit wird an den Eltern hängenbleiben.

° Wer eine perfekt eingerichtete Wohnung wie aus dem Katalog sein Eigen nennen will, sollte sich kein Tier anschaffen.

Alternativen  

Wenn es nach reiflicher Überlegung doch ein Tier vielleicht auch zu Weihnachten in die Familie aufgenommen werden soll, so ist es besser, entweder auf andere Geschenke zu verzichten, damit das Tier nicht zur Nebensache wird, oder noch besser, nach den stressigen Feiertagen  in ein Tierheim zu gehen und gemeinsam den neuen Hausgenossen auszusuchen, der in die Familie passt.

Zu Weihnachten freuen sich in diesem Fall Kinder auch über Zubehör für das neue Familienmitglied, eventuell auch zum Zusammenbauen oder über entsprechende Bücher oder Videos über Haltung, Pflege und Verhalten des jeweiligen Tieres.

Andere Familienmitglieder, die nicht im selben Haushalt leben, sind, auch wenn sie sich ein Tier wünschen sicherlich glücklicher, wenn sie sich den neuen Hausgenossen zusammen mit dem Schenkenden selber aussuchen können.

So findet der Beschenkte nämlich das Tier , daß zu ihm passt und mit dem er zusammenleben möchte.