Pflegestellen:   Pfotopia    Hoppelheim  /  Flohmarkt

Pfotopia

Unsere Hauptpflegestelle, auf der ich die Chefin bin (wie der Name Pfoto-PIA schon sagt), liegt in Bexhövede in der Steertmoorstrasse 103.

Hier leben wir Katzen und Kaninchen in zwei Gebäuden. Einige von uns wie ich, Melissa, Scarlett oder Balu und Baghira laufen frei auf dem ganzen Grundstück. Die meisten genießen den Garten in gesicherten Bereichen. Zum Schlafen kommen wir ins Haus. Nur im Sommer schlafen wir auch gerne mal draußen. Katzen-Camping mit Morgens-Mäusegucken. Es gibt nichts Besseres. Unsere Senioren wohnen in der Katzenburg. Das hat sich so ergeben, weil die als ganze Gruppe gekommen sind, da ihr Mensch ins Pflegeheim umgezogen ist. Gut die Hälfte dieser Gruppe hat von Menschen überhaupt nichts gehalten.
Deshalb wohnen die kleinen Raubritter in der Burg. Dort haben sie genug Versteckmöglichkeiten und können selbst entscheiden, ob sie Kontakt mit den Menschen möchten. Für unsere Burgbewohner ist das eine prima Sache. Für die Dosenöffner nicht so sehr. Wenn nämlich einer zum Tierarzt muß, verschanzt sich die ganze Horde Raubritterchen gerne hinter den Zinnen. Die Burg ist dann fast uneinnehmbar. Sieht aber lustig aus, wenn die Dosenöffner verzweifelt auf der Burg rumklettern.

Wir haben sogar unsere eigene Liegewiese mit Flatterunterhaltung. Die Menschen nennen das „Schmetterlingswiese“. Hat was mit Naturschutz zu tun. Jedenfalls läßt es sich da prima entspannen.

Auf unserem Gelände leben auch noch viele Wildtiere. Wir stören uns aber nicht gegenseitig. Gut, Melissa und der Fasan werden keine Freunde mehr, seit der komische Vogel die Katze den ganzen Weg hinunter gejagt hat. Und die Rehe fressen immer die Rosenknospen ab. Ist wohl für die Bambis wie ein Bonbonladen.

Eigentlich sollten auf Pfotopia  nur etwa 30 Katzen leben. Wir bekommen aber immer wieder Notfälle, darunter auch viele Katzenbabys, so daß hier inzwischen die doppelte Anzahl Tiere lebt.  Vermittelt werden können  davon  nur wenige, da  bei uns ja in der Regel die Unvermittelbaren aufgenommen werden. So  haben wir aktuell  eine Katzenfamilie, die sich nicht anfassen lässt und eine kleine Familie, die Leukämie hat und deshalb auch bei uns bleiben wird.

       

 Flohmarkt


Jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr ist Flohmarkt in der "Krempeldeel" auf unserem Gelände.  

          Manchen von uns tut dann abends das Fell vom vielen Streicheln weh, aber das ist ein gutes Gefühl. Wenn viele Menschen kommen, Euro-Mäuse für Flohmarktsachen dalassen und Kaffee und selbstgebackenen Kuchen genießen dann wissen wir, daß die nächsten Dosen für uns gesichert sind.

Jeder von uns hat seine Geschichte: Scarlett wurde in einer vermüllten Wohnung zurückgelassen, Isabel und ihre Kinder versuchten zwischen Bundesstraße, Landesstraße und Jagdhund zu überleben und Findus lebte mit seinen Geschwistern auf einem Lagergrundstück, bis er mit einem Beinbruch zu uns kam.

Jetzt geht es uns gut. Wir bekommen hier alle Liebe und Pflege, die wir brauchen.

Was wir aber noch brauchen, sind Menschen, die uns besuchen, Vereinsmitglied werden und Euro-Mäuse für uns spenden, damit wir auch weiter in Sicherheit in unserem Pfotopia leben können und anderen armen Tieren geholfen werden kann. Unsere Menschen finanzieren das nämlich alles alleine. Von den Gemeinden oder dem Landkreis gibt es keinen Euro Unterstützung.

Deshalb, besucht uns doch mal  am Flohmarktsonntag  oder an anderen Tagen nach telefonischer Voranmeldung: Tel.Nr. 04744 / 930002

Wir freuen uns tierisch über neue Mitglieder und Helfer

Pfote drauf

PIA

 

p.s. Bevor ich´s vergesse:  Euro-Mäuse kommen bei uns in eine Extra-Pflegestelle

                                           bei der Volksbank E.G. Bremerhaven-Cuxland

                                           Bankleitzahl : 292 65 747

                                           Kontonummer : 365 22 22 800. 

       
 

Hoppelheim - Eine Kaninchen-Wohngemeinschaft

 Moin, mein Name ist Carolinchen. Ich bin eine Kaninchendame und möchte mal kurz erzählen, wie ich mit meinen Mitkaninchen so lebe.

Ich habe in Bremerhaven gewohnt. Eines Tages wurde jedoch bei einem meiner menschlichen Mitbewohner eine Allergie auf mich festgestellt. Also mußte ich aus der Wohnung auf den Balkon ziehen. Das war nicht schön, denn im Sommer war es dort unerträglich heiß. Es war auch sehr windig und die Möwen sind mir immer zu Nahe gekommen. Deshalb bin ich nach Bexhövede umgezogen. Dort kam ich in ein großes Gehege mit viel weichem Heu und Stroh.

Über uns sind keine Käfigstäbe, so dass wir uns richtig strecken und herumrennen können. Das ist schon Klasse. Hier sind auch viele andere Kaninchen. Zu Anfang hatte ich ein bisschen Angst, dass Henry, Katie und die anderen Kaninchen mich als Störenfried empfinden. Das hat sich aber schnell gelegt, denn hier ist ja Platz für uns alle. Und als noch andere Kaninchen dazugekommen sind, wurde es erst richtig gemütlich. Unser Raum wird immer mal wieder umgestaltet, damit es nicht langweilig wird. Zuletzt haben wir eine Klettertreppe aus umgedrehten Blumentöpfen bekommen. Mal sehen, was den Menschen sonst noch so einfällt. 

Die Katzen schauen immer mal bei uns vorbei. Dann machen wir immer extra eine Bunny-Show. Inzwischen haben wir auch einen gesicherten Freilauf bekommen. Unseren Hoppelgarten werden wir im nächsten Frühjahr ausgiebig nutzen.

 So, jetzt muß ich Schluß machen, es gibt frische Mohrrüben. Jetzt im Winter ist das Grünzeug ein bisschen knapp. Vielleicht bringt mal jemand etwas vorbei ?

Bis zum nächsten Mal mit neuen Geschichten aus Hoppelheim

 

Carolinchen